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Vaskulitis

Informationen für Betroffene und Angehörige

Vaskulitis

Die Bezeichnung Vaskulitis steht für eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen es durch autoimmunologische Prozesse zu einer Entzündung von Blutgefäßen kommt. Laut Angaben der Deutschen Rheuma-Liga erkranken jedes Jahr zwischen 3.300 und 4.100 Deutsche an einer Vaskulitis.

Vaskulitiden werden in primäre und sekundäre Formen unterschieden. Bei den sekundären Formen ist die Ursache meist bekannt (z. B. eine andere Erkrankung). Bei den primären Formen hingegen ist keine Ursache erkennbar. Zu diesen primären Formen der Vaskulitis zählen u. a.:

  • Wegener-Granulomatose
  • Churg-Strauss-Syndrom
  • Mikroskopische Polyarteriitis
  • Purpura Schönlein-Henoch
  • Kutane leukozytoklastische Angiitis
  • Polyarteriitis nodosa
  • Kawasaki-Syndrom
  • Riesenzellarteriitis
  • Takayasu-Arteriitis

Diese Erkrankungen unterscheiden durch die Art der Gefäße, die entzündet sind. Bei der Wegener-Granulomatose sind es meist die kleineren Gefäße. Bei der Polyarteriitis nodosa sind es hingegen in der Regel Gefäße mittlerer Größe. Bei der Riesenzellarteriitis sind die großen Blutgefäße, in der Regel die Schläfenarterien, betroffen.

An den verschiedenen Formen der primären Vaskulitiden leiden in der Regel Menschen einer bestimmten Altersgruppe. Am Kawasaki-Syndrom erkranken meist Kinder im Kleinkindalter, an Purpura Schönlein-Henoch meist Kinder und Jugendliche. Die Takayasu-Arteriitis, eine Vaskulitis mit Befall der Aorta, tritt zum größten Teil bei Frauen unter 40 auf. An der Wegener-Granulomatose leiden meist Männer zwischen 30 und 50 Jahren.